Wir lieben Holz und das seit über 50 Jahre.

Den Wald hegen und pflegen beginnt mit dem Schutz bei den Jungpflanzen gegen Wildverbiss. Ständiges Nachpflanzen oder auf natürlichen Anflug achten. Optimale Waldpflege erfolgt durch ständiges Durchforsten und Überprüfen auf Schädlinge und Käferbefall. Waldpflege steht an erster Stelle, denn wo nichts wächst, kann auch nichts geerntet werden. Schonende Holzernte, motormanuell von erfahrenen Forstwirten ausgeführt, und wenn es das Gelände zulässt mit einem Forwarder oder Vollernter. Bei Beratungen und Fragen sind wir gerne behilflich. Auch Waldbegehungen und Auszeichnen von Stämmen ist bei uns "Kundendienst", und wird bei uns seit über 50 Jahren so praktiziert.

Definition von Holz - oder was ist Holz ?

Das feste Gewebe von Zweigen, Ästen oder der Stamm von Bäumen und Sträuchern bezeichnet man als Holz.Die Definition von Holz aus der Botanik ist "das vom Kambium erzeugte sekundäre Xylem der Samenpflanzen". Im engeren Sinn sind nach dieser Definition das holzige Gewebe von höheren Gewächsen oder Palmen kein Holz. Das Einlagern Lignin in die Zellwand ist aber hierdurch gekennzeichnet. Um die Definition von Holz zu erweitern wird dieses auch als lignifiziertes pflanzliches Gewebe bezeichnet. Historisch gesehen zählt Holz zu den ältesten Nutzpflanzen der Geschichte. Auch heutzutage stellt Holz als Produkt eines der wichtigsten Rohstoffe dar.

Holz: wie entsteht es ?

Aus dem Bildungsgewebe (Kambium) was zwischen dem eigentlichen Holz und Rinde entsteht, bildet das Holz. Durch die Teilung der Bildungsgewebezelle entstehen 2 Zellen, eine dieser Zelle behält ihre Teilungsfähigkeit und wächst zu einer neuen Initialzelle heran. Die zweite Zelle wird zu einer Dauerzelle diese kann sich noch mehrmals teilen. Durch diese Teilung der Zellen entstehen im späteren Verlauf das Festigunsgewebe, Leitgewebe oder Speichergewebe. Nach innen bildet sich das Holz nach außen entsteht Bast. Später bildet sich dadurch die Borke.

Holz: die 4 Wachstumsphasen:

  • Die 1. Phase, von November bis ca. Februar klimatisch bedingt, nennt man die Ruhephase
  • Die 2. Phase, die im März und April beginnt, nennt man die Mobilisierungsphase
  • Die 3. Phase, von Mai bis Juli, nennt man die Wachstumsphase in dieser Phase entsteht das sogenannte Frühholz.
  • Die 4. Phase, von August bis Oktober, nennt man Depositionsphase in dieser Phase entsteht das sogenannte Spätholz. Durch dieses Wachstumsphasen entstehen die Jahresringe.

Holz: was ist Nadelholz ?

Laut der Entwicklungsgeschichte sind die Nadelhölzer älter als die Laubhölzer. Dadurch haben die Nadelhölzer auch einen einfacheren Zellaufbau d.h. nur 2 Zellarten als die Laubhölzer.

Holz: die Tracheiden-Zellen

Langestreckte Zellen die am Ende spitz zusammenlaufen werden die Tracheiden genannt. Die Tracheiden sind meist nur mit Wasser und Luft gefüllt, und haben einen Anteil der Holzsubstanz von ca. 90% - 100% sowie vereinigen diese Zellen die Festigungs-, und Leitfunktion. Der Wasseraustausch erfolgt über die Tüpfel diese liegen zwischen den Zellen. Als Quer-Tracheiden in den Holzstrahlen sorgen diese für den Wassertransport sowie für die Verteilung von Nährstoffen. Die Quer-Tracheiden haben eine Anteil der Holzsubstanz von ca. 4% - 12%.

Holz: die Parenchymzellen

Die 2. Zellenart die meist im Längstschnitt rechteckig aussieht nennt man Parenchymzellen. Diese Zellen sind verantwortlich für die Weiterleitung von Wuchs-, und Nährstoffen sowie zur Einlagerung von Fetten und der Stärke. Als Holzstrahlparenchym haben diese den größten Anteil am Holz-Strahlgewebe. Die Parenchymzellen welche die Harzkanäle umgeben dienen als Epithelzellen das das Harz produziert. Das Harz tritt dann über die Harzkanäle aus. In den Gattungen der Lärche, Kiefer oder auch Fichte befinden sich solche Harzkanäle. In der Tanne, Eibe oder im Wacholder welche ebenfalls zu den Nadelhölzer gehören treten die Harzkanäle im Normalfall nicht auf. Doch gibt es Ausnahmen z.B. durch Verwundung der Rinder können sich traumatisch bedingte Harzkanäle bilden.

Holz: Was ist Laubholz?

Das Laubholz was laut der Entwicklungsgeschichte jünger ist lässt sich in 3 Gewebearten einteilen.

Holz: das Leitgewebe

Das Leitgewebe besteht aus Gefäßen auch als Tracheen bezeichnet. Desweiteren gibt es 2 Zwischenstufen von der Entwicklung einer Tracheide zum Gefäß. Diese werden als vasizentrische Tracheiden und als Gefäßtracheiden bezeichnet

Holz: das Festigungsgewebe

Das Festigungsgewebe besteht aus Libroformfasern und den Fasertracheiden.

Holz: das Speichergewebe

Die Bestandteile des Speichergewebes sind die Längsparenchymzellen, die Holzstrahlenparenchymzellen und die Epithelzellen. Die in Nadelhölzern nicht enthaltenen Gefäße sind für die Laubhölzer sehr markant und charakteristisch. Diese sind mit dem blosen Augen als kleine Poren erkennbar.

Die Unterscheidungsmerkmale nach Anordnung der Tracheen sind:

Die Hölzer der Eiche, Ulme und Esche, nur um drei als Beispiel zu nennen, werden als ringporige Hölzer bezeichnet. Diese bilden in der Wachstumsphase (Früholz) Gefäße die weitlumig sind und in der Depositionsphase (Spätholz) hingegen Holzfasern sowie englumige Tracheiden.

Die Hölzer des Nussbaumes und der Kirsche nennt man halbringporige Hölzer.

Die Hölzer der Pappel, Rotbuche oder Erle werden zerstreutporige Hölzer genannt. Diese bilden über die gesamten 4 Wachstumsphasen Gefäße diese haben meist immer den gleichen Lumen.

Die markante Maserung jeder Holzart entsteht durch die charakteristische Anordung (artspezifisch) der Parenchyms-, und Porenträngen.

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